======= Protokoll vom 14.01.2012 ======= **Teilnehmer:** Hans-Werner Schwarz, Stefanie Flores, Ulrike Pfab-Holzheu, Wolfgang Pfeifer, Sarah Bast, Jan Schiller **Ort:** [[http://g.co/maps/jqgx5|Gaußstraße 39, 70193 Stuttgart]] ====== Bearbeitung der Studienbriefe EZ 0210 (Good Governance) (und EZ 0220) ====== **EZ 210 Frage 1:** Auf welche systemischen Kernelemente heben die verschiedenen Definitionen von Governance ab? Offensichtlich ist die Frage unklar gestellt und führte nicht nur in unserer Gruppe zu Verwirrung (siehe moodle - Diskussionsforum). Diskussion über das Verständnis von "systemischen Kernelementen", interagierende voneinander abhängige, bzw. in Beziehung zueinander stehender (interdependente) Elemente eines (Bezugs-)Systems. Diskussion verschiedener Ansätze zur Beantwortung der Frage: * Grundsätzlich müssen Probleme heutzutage kooperativ/partizipativ angegangen werden (Kooperation auf internationaler, nationaler und supranationaler Ebene) * Komplexität aufgrund unterschiedlichster Stakeholder und Vielfalt der Akteure mit unterschiedlichen Meinungen * Problem- und Akteursorientierung, gemeinsame Gestaltung von Problemlösungsprozessen * Regulationsformen entwickeln und gemeinsam Handeln * Wolfgangs "Inspiration": Handbuch Governance (EZ u. a. Susanne Lütz 2004): Andere Gliederung als Studienbrief * Hans-Werners "Inspiration": Betrachtung ausgehend von den Akteuren wie Regierungen, internationale Regierungsorganisationen und NRO * Ulrikes "Inspiration": {{:interdisziplinarit_t_in_der_governance-forschung_brunnengr_ber_2004.pdf|}}: * Governance-Def. (die auch der Autor probagiert) - siehe EZ 210, S. 8 * S. 2 zweiter Abschnitt * Zusammenfassung EZ 210, S. 22 f. Es folgt ein Gespräch über __praktische Erfahrungen__ von Kooperationen von Vertretern verschiedener politischer Ebenen: Sarah erzählt von Projekten mit Regierung und NGOs bei dem das Interesse der Regierungsivertreter gering zu sein schien, Problem außerdem bedingt durch mangelhafte Unterstützung durch Bürger/Einheimischen bei der Prozessgestaltung, da diese oftmals im Konflikt zu traditioneller Denkweise steht. So ist beispielsweise Wissen und Veränderung oft vorgegeben (Kritik an altem britischen Bildungssystem - viel Wissen auswendig parat haben, unter Vernachlässigung der Zusammenhänge und (Transferleistung)). Häufig beteiligen sich vorrangig ausländische Vertreter der NGOs, weshalb die Bestrebungen aufgrund fehlender Partizipation schon von vornehinein zum Scheitern verurteilt sind. **EZ 210 Frage 2:** * Gemeinsames Grundverständnis von GG in der int. Entwicklungspolitik * Was soll/kann die Förderung von GG leisten (=erreichen) (Ziele der GG-Orientierung) Ansätze: * Zusammenspiel und Koordination auf internationaler Ebene - Staatliche Akteure * Paradedef. v. Kofi Annan * Dolzer - EZ 210, S. 81 * Leitbild Good Governance * Fehler der vergangenen Dekaden korrigieren und eine nachhaltige und menschenwürdige Entwicklung sicherstellen (EZ 210, S. 37) * Grundverständnis = normativen Kernbestandteile der GG (Weltbank S. * Hans-Werner: Kernbestandteile EZ 210 S 28 (Kriterien der Weltbank) Erfahrung aus den Ergebnissen der EZ-Leistungen der letzten Jahre... OECD – Indikatoren für die Steuerung von EZ-Leistungen (Pariser Deklaration v. 2005, EZ 210, S. 70) Teilw. Kritik an Vorgaben des DAC und BTI * Grenze der Förderung, EZ 210, S. 75 * Notwendigkeit von bestimmter formaler Bedingungen, z. B. Richtlinien, Gesetze * Dilemma: Bedingung für EZ-Leistungen grenzen LICUS aus (nach Terroranschlägen erneuter Fokus auf LICUS-Förderung durch Versuche der Wiederherstellung/ Stabilisierung (state building) aus Angst vor "Terrorbrutstätten"), siehe auch EZ0210, S. 65 f. * es können nur über funktionierende Strukturen Mittel gezielt zur Verfügung gestellt werden * Bsp v. Stefanie: staatl. Förderung v. Deutschland für Bildungsstrukturen (Schulen, etc.) ?? * Auferlegen von bestimmten Pflichten --> Ownership, aber auch Rechenschaftspflicht / Transparenz * Gestaltung Rahmenbedingungen * BTI (EZ 210, Anhang) **EZ 210 Frage 3:** Diskussion Partnerschaft – Handlungsweisen und Rollen sanofi-aventis hat Schlafkrankheits-Medikamente entwickelt, wollte deren Produktion & Distribution aber aus wirtschaftlichen Gründen wieder einstellen. Aufgrund Kritik und Druck v.a. aus zivilgesellschaftlicher Richtung wurde die Vermarktung jedoch sogar in eine Spendenaktion und Kooperation verschiedener Akteure umgewandelt. * Diskussion der Vorgehensweise von sanofi-aventis und verschiedene Sichtweisen / Bewertungsmöglichkeiten * zivilgesellschaftlicher Druck (medienwirksam) führte Fortführung und Ausweitung des Projekts * Gelder für die WHO (von wem?) trugen zur Finanzierung der Prävention, Versorgung / Verteilung bei * Nachhaltigkeitsgedanke? * Partnerschaft und Rolle: sanofi-aventis (Akteur der Privatwirtschaft – Ressourcenbereitstellung), WHO (als supranat. Org.), Staaten (nationale Ebene), Ärzte ohne Grenzen (Informant, Transparenz, Wächter, …) * Rolle der Zivilgesellschaft: Auf den Weg bringen, Druck, Mulitplikator * Positives Beispiel für Kooperation auf mehreren Ebenen * EZ 0220: Differenzierung von 2 Strängen: Montesquieu: hauptsächlich strategisch-ökonomische Sichtweise (Gewinnmaximierung) & Locke (EZ 220, S. 7) * Privat Partnership: Kooperation zur Erreichung (gesellschaftlichen) Ziele ====== Weiteres Vorgehen / Agenda für 29.01.12 ====== * Ausführung von Hans-Werner zu Good Governance? (eigentlich noch vom 2. Treffen ausstehend!) * Studienbrief EZ 0220 (Civil Society) durchgearbeitet und Einsendeaufgaben vorbereitet * EZ 310 - bearbeitet + Einsendeaufgaben * EZ 320 - bearbeitet + Einsendeaufgaben wie weit wir kommen ====== Nächstes Treffen ====== Wolfgang bietet sein nettes Plätzchen auch für das nächsten Treffen an! Bitte eine Kleinigkeit zu futtern/trinken mitbringen. * N|EZ Lerngruppe **29.01.12, 14:30 Uhr** * N|EZ Lerngruppe 06.02.12, 18:00 Uhr * N|EZ Lerngruppe 13.02.12, 18:00 Uhr ====== Downloads & weiterführende Literatur ====== * siehe [[lerngruppe_nez|Lerngrupppe N|EZ]] * -->FilmTipp: [[lidl-check|Der Lidl-Check]]